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Informationen zum Unterricht nach den Osterferien, zu den Prüfungen der Anwärterinnen und Anwärter und zur Anwendungsbetreuung (10.04.2020)

(Harry Wunschel) Ob und wie der Unterricht nach den Osterferien aussehen kann, wird wohl maßgeblich durch die Entscheidung der KMK am 16.04.2020 bestimmt. Sicher scheint nach derzeitigem Stand wohl zu sein, dass der Unterricht nicht sofort von „0 auf 100“ hochgefahren wird.

Auch wenn erst eine Rückversicherung im Bildungsministerium eingeholt werden muss, sollte keine Generallösung für alle Schularten geplant werden. So wird darüber nachgedacht, zuerst die Abschlussklassen, inklusive BVJ und BF1, in die Schulen zurückzubringen. Dabei sollen die Abschlussklassen in ihren Prüfungsfächern unterrichtet werden. Wenn die Abschlussprüfungen abgeschlossen sind, könnten weitere Klassen in den Schulbetrieb zurückgeführt werden.

Gleichfalls ist ein Unterricht mit mehr als 15 Schülerinnen und Schülern in einem Klassenraum kaum vorstellbar. Hier wird über eine Verteilung größerer Klassen auf zwei angrenzende Räume und einer wechselnden Mitführung nachgedacht.

Da bis heute die Hygieneschutzbestimmungen für die Zeit der Schulöffnung nicht bekannt sind, kann heute noch nicht gesagt werden, ob die Klassen alternierend in den geraden bzw. ungeraden Wochen in die Schule kommen oder beispielsweise einmal in der Woche. Aufgrund der Anzahl der Lehrkräfte im Homeoffice könnte es sein, dass fremde Lehrkräfte die Klassen in den Schulen betreuen müssen und umgekehrt Lehrkräfte aus dem Homeoffice sich um Klassen kümmern, die sie gar nicht kennen. Das Ministerium möchte für die Schulöffnung nur einen Rahmen setzen, den die Schulen individuell ausgestalten können.

Zum Umgang mit den Lehrkräfte-Risikogruppen kann bis heute noch nichts gesagt werden. Wahrscheinlich müsste ein ärztliches Attest zur Coronagefahr eingeholt werden. Derzeit finden für die Schwerbehinderten Gespräche mit den Schwerbehindertenvertretungen statt. Im Bildungsministerium denkt man darüber nach, dass ältere Lehrkräfte auch jetzt noch die Antragsaltersgrenze nutzen können, wenn sie zu Beginn des kommenden Schuljahrs in den vorgezogenen Ruhestand eintreten möchten.

Bei der Versetzung der Schüler sollte sehr großzügig umgegangen werden und die ggf. die „Versetzung in besonderen Fällen“ nach § 49 Abs. 7 unserer Schulordnung genutzt werden.

Das Leibold-Schreiben vom 03.04.2020 (Leistungsbewertungen in berufsbildenden Schulen) weist in Punkt 4 zur Notengebung hin: „Es muss sichergestellt sein, dass die Leistung individuell zurechenbar ist, also selbstständig und ohne fremde Hilfe erbracht wurde“. Dies ist nicht als Ausschlusskriterium für die Notengebung zu verstehen, auch wenn das Korsett relativ eng ist. Die Notengebung soll ähnlich wie auch in den Vor-Corona-Zeiten erfolgen. Letztendlich müssen aber die Lehrkräfte in eigener Verantwortung darüber entscheiden (wie vor Corona auch).

Im Bildungsministerium geht davon aus, dass in den Sommerferien keine Urlaubsfahrten möglich sind, weshalb sich bei Einsatz von Lehrkräften in den Ferien auch keine Frage der Erstattung von Stornierungskosten für das Land ergeben. Werden Lehrkräfte in den Ferien z. B. für Korrekturen oder Prüfungen gebraucht, so soll es eine Kompensation geben, welche aber noch nicht geklärt ist.

Die anstehenden Prüfungen der Anwärterinnen und Anwärter finden bis zu den Sommerferien statt. Falls bis dahin kein Unterricht in den BBS mehr möglich ist, sollen die Anwärterinnen und Anwärter statt einer praktischen Prüfung eine Unterrichtsplanung einreichen. Diese Planung wird dann dem Prüfungsausschuss vorgestellt (ca. 15 min) und anschließend diskutiert (ca. 30 min). Die zusätzlichen mündlichen Prüfungen bleiben wie bisher erhalten. Die Anerkennung dieser besonderen Prüfung wird bundesweit anerkannt.

Die Anrechnungsstunden für die Anwendungsbetreuung sollen nach bisherigen Aussagen mit dem kommenden Schuljahr für alle BBS endgültig wegfallen. Dann gäbe es nur noch die Anrechnungsstunden für den Digitalkoordinator. Etwa die Hälfte der BBS hat in diesem Schuljahr noch die Möglichkeit der Anrechnungsstunden für die Anwendungsbetreuung gewählt. Nach Protesten wird das Modell etwas geändert:

1. Schule hat dieses Schuljahr schon die „Digitalkoordination“ gewählt: Da oftmals durch den Wechsel „Anwendungsbetreuung“ zu „Digitalkoordination“ weniger Anrechnungsstunden wie im Schuljahr davor vergeben worden sind, soll die Möglichkeit eröffnet werden, dass man im nächsten Schuljahr aus dem Topf mit 10 €/Schüler(in) bei Bedarf auch Mehrarbeitsstunden für den/der Digitalkoordinator(in) generieren darf.

2. Schule hat dieses Schuljahr noch „Anwendungsbetreuung“ gewählt:Man kann für nächstes Schuljahr nochmals „Anwendungsbetreuung“ wählen. Dabei werden die (verminderten) Stunden aus der „Digitalkoordination“ als Anrechnungsstunden ermöglicht. Darüber hinaus bekommt man noch so viele Stunden on top als Anrechnungsstunden bis man die Stundenzahl in diesem Schuljahr erreicht hat. Beispielsweise 4 Anrechnungsstunden aus der „Digitalkoordination“ + 2 Stunden on top. Die Anrechnungsstunden können auch auf mehrere Personen aufgeteilt werden.

 

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