Der Unterricht im Schuljahr 2020/2021 (04.06.2020)

(Harry Wunschel) Generell gilt die Aussage, dass im nächsten Schuljahr Präsenz- und Distanzunterricht mehr miteinander zu tun haben müssen und deshalb einer verstärkten Abstimmung der Kolleginnen und Kollegen bedarf. Man wird oftmals nicht alle Lehrplaninhalte vollständig unterrichten können und soll deshalb festlegen, welche Inhalte für die Abschlussprüfungen erforderlich sind. Für Abschlussklassen soll eine Verstärkung der Präsenzphasen ermöglicht werden.

Informationen zur Leistungsbewertung im Homeschooling sollen noch folgen. Es gilt aber unverändert die Schulordnung, welche Bewertungen auch für häusliche Arbeiten zulässt, wenn man diese Leistungen kurz in den Präsenzphasen überprüft.

Die Ferien sollen nicht aufgeweicht werden. Selbst in den Sommerferien soll es möglich sein, die Schule zu gewissen Zeiten auf ein Minimalbetrieb herunterzufahren. Es wird gesehen, dass Schulleitungen und Funktionsträger in der letzten Zeit über die Belastungsgrenzen hinausihre Arbeit erledigt haben und will sie deshalb in den Ferienzeiten nicht mit weiteren Aufgaben überfrachten.

Die Zusatzbelastung der Lehrkräfte wird zwar gesehen, jedoch sieht man zur Organisation des rollierenden Unterrichts keine andere Möglichkeit, als weiterhin diese Aufgaben von den Lehrkräften einzufordern. Nur eine Verstärkung mit PES-Kräften wird möglich sein, wenn das Finanzministerium seine Zusage dazu gibt.

Für die Lehrkräfte im Homeschooling ist zwar ein Unterrichten entsprechend dem Stundendeputat anzustreben, jedoch nicht in allen Fällen darstellbar. Deshalb kann hier die regelmäßige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (für Unterrichtszeit und Ferien zusammen) herangezogen werden.

Zwar soll PauSE im nächsten Schuljahr nach Absprache mit der ADD relativ großzügig angewendet werden dürfen, jedoch soll dies nicht dazu führen, dass beispielsweise durch Klassenteilungen ein zusätzlicher Lehrkräftebedarf generiert wird. Kleinere Klassen in der Berufsschule werden zwar akzeptiert, die Bildung von kleinen Klassen in anderen Schulformen zur Sicherung oder Eröffnung von Bildungsgängen wird eher kritisch gesehen.

Lehrkräfte-Risikogruppen werden verändert

Allein das Alter über 60 Jahre wird im kommenden Schuljahr nicht mehr zur Einordnung in eine Risikogruppe genügen. Diese Lehrkräfte werden wieder für den Präsenzunterricht eingeplant. Nur wer ein ärztliches Attest vorweisen kann, unabhängig vom Alter, darf den Unterricht von zuhause aus gestalten. Die neue Einordnung in eine Risikogruppe kann jedoch bei Zunahme der Infektionszahlen wieder geändert werden. Diese Vorgehensweise ist mit allen Bundesländern abgesprochen, nur Thüringen hat sich noch nicht festgelegt.

Für Lehrkräfte mit Risikopersonen im eigenen Haushalt wird demnächst ein klarstellender Brief aus dem Bildungsministerium kommen.

Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, die Antragsaltersgrenze ab dem vollendeten 63. Lebensjahr zu nutzen, um ab 01.08. (mit einigen Abschlägen) in Pension zu gehen. Ein solcher Antrag muss jetzt aber sehr schnell über die Schulleitung an die ADD eingereicht werden.

Für konkrete Fragen zu den BBS-Schulformen können Sie mich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmailen.

Das Schreiben „Allgemeine Hinweise für das Schuljahr 2020/2021“ des Staatssekretärs Hans Beckmann vom 03.06.2020 ist im Downloadbereich und hier nachzulesen.

Ende des Abstandsgebotes für das nächste Schuljahr

Die Ministerpräsidentin hatte gesagt, dass das nächste Schuljahr kein normales Schuljahr sein kann und die Bildungsministerin verkündete das Ende des Abstandsgebotes von 1,5 m für das nächste Schuljahr! Passt das zusammen?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie stehen Sie zu einem Ende des Abstandsgebotes von 1,5 m? Wie soll nach Ihrer Auffassung der Unterricht im nächsten Schuljahr laufen?

Für Rückmeldungen aus den verschiedenen Schulen ist der vlbs dankbar.

Archiv2

BvLB

DBB