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Informationen der Gesundheitsexperten des Landes für die Personalräte (17.06.2021)

(Harry Wuschel) Keine Impfempfehlung für Jugendliche: Insgesamt zeigen Kinder und Jugendliche einen meist sehr milden Krankheitsverlauf. Warum empfehlen die Amerikaner dennoch die Impfung von Jugendlichen, nicht jedoch Deutschland? Nach Aussage des Stiko-Mitgliedes Prof. Dr. Zepp, Kinderarzt an der Unimedizin in Mainz sind in den USA 280 Kinder an Covid-19 verstorben, meist in Zusammenhang mit Adipositas und viele sozial Schwache. Diese Problematik sei in Deutschland nicht so stark ausgeprägt. Bei uns sind „nur“ 3 Kinder an Covid-19 verstorben, insgesamt 11 Todesfälle hatte man in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gebracht. In Israel habe sich beispielsweise gezeigt, dass nach der Impfung der Erwachsenen sich auch die Zahl der Infektionen der noch nicht Volljährigen etwa halbiert hat.

Es gebe bei jungen Heranwachsenden erste Hinweise auf eine Gefahr von Herzmuskelentzündungen üblicherweise 10 Tage nach der Zweitimpfung, was die Risikoabwägung der Impfung von Jugendlichen beeinflusst. Die Auswirkung der Impfungen auf seltene schwere Krankheiten (z. B. Tuberkulose) mit einer üblichen Wahrscheinlichkeit von 1:20.000 bis 1:100.000 konnten bisher noch nicht verifiziert werden, da die Zahl der Impfungen bei Kindern und Jugendlichen noch zu gering ist.

Kinder und Jugendliche werden wie bei anderen Infektionskrankheiten bis zur Volljährigkeit durch eine „stille Auseinandersetzung“ mit den Viren eine gute Immunität aufbauen. Da das Corona-Virus nicht so schnell mutiert wie beispielsweise das Influenza-Virus, gibt es die Chance auf eine gute langfristige Grundimmunität.

Der Impfschutz scheint nach ersten Erkenntnissen etwa 8 Monate anzuhalten, aus Sicherheitsgründen werden derzeit 6 Monate angegeben. Bei Genesenen scheint eine weitere Impfung (Booster-Impfung) nach dieser Zeit eine gute Sicherheit zu bieten. Insgesamt ist die Datenlage noch zu gering, da noch nicht viele Personen bereits 8-9 Monate geimpft sind. Wahrscheinlich wird in Zukunft zwei Jahre nach einer Impfung eine Nachuntersuchung notwendig sein.

Derzeit gibt es noch keinen zuverlässigen Laborparameter wie bei anderen Krankheiten, die konkret etwas über die Schutzwahrscheinlichkeit aussagen. Die derzeitige Antikörperbestimmung ist zur Abschätzung des Schutzes relativ ungenau und scheint sehr stark von individuellen Faktoren beeinflusst zu werden.

Ein Abstand von 1,5 m kann als „sicher“ angesehen werden, denn das Risiko der Übertragung liegt so bei nur 3 %, bei einem Abstand von 1 m sind es noch 15 %. Der Hygieniker Dr. Kohnen hält 2 m Abstand für ideal, 1,5 m bei der Selbsttestung jedoch für ausreichend.

Bei der Rückführung der Hygienemaßnahmen sollte nach Ansicht der Gesundheitsexperten aufgrund der Inkubationszeit die Wirkung von entfallenden Einzelmaßnahmen erst einmal zwei Wochen beobachtet werden, bevor man eine weitere Maßnahme zurückführt.

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