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Ende der Maskenplicht im Klassenraum (17.06.2021)

(Harry Wunschel) Es war wieder einmal typisch in dieser Pandemie, zuerst wird die Öffentlichkeit über Neuerungen informiert und erst ein Tag danach die Schulen. Handelt so eine verantwortungsvolle Dienstherrin?

Den Personalräten erging es nicht besser: Am Montagabend (14.06.2021) wurden die Listenführer im HPR darüber informiert, dass im Bildungsministerium über ein Ende der Maskenpflicht diskutiert wird, noch ohne Ergebnis. Dienstags (15.06.2021) erfährt man die Ergebnisse aus der Presse und gleichzeitig wird verlautbart, das Vorgehen sei mit dem HPR besprochen worden. Vertrauensvolle Zusammenarbeit sieht anders aus!

Die Maskenpflicht ist ab Montag, den 21.06.2021 im Klassenraum am Platz abgeschafft. Nur noch bei Bewegung im Raum oder im Schulgebäude muss wie bisher Maske (medizinisch oder FFP2) getragen werden. In den Außenbereichen wird ein Abstand von 1,5 m einzig empfohlen, wenn die Maske abgesetzt wird. Gemeinschaftlich kann in einer Klasse eine Maske vereinbart werden oder einfach individuell getragen werden. Die Maskenpflicht lebt wieder auf, wenn die Inzidenz mindestens auf 35 steigt. Näheres kann im aktuellen Hygieneplan nachgelesen werden. Diesen finden Sie im Downloadbereich unter „9. Hygieneplan mit Markierung der Änderungen“.

Die verpflichtenden Selbsttests für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler laufen entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (§ 28b) am 30. Juni 2021 aus. Nach den bisherigen Informationen sollen die Selbsttests nur noch auf freiwilliger Basis weitergeführt werden. Wird ein Selbsttest verweigert, hat dies keinerlei schulische Auswirkungen mehr.

Gibt es in einer Klasse einen Positiv-Fall, so kann das Gesundheitsamt wieder diejenigen Personen in der Klasse in Quarantäne schicken, die keine Maske getragen haben. Das tatsächliche Vorgehen liegt allein in den Händen der lokalen Gesundheitsämter, eine landesweit einheitliche Linie gibt es dazu (bis zu den Sommerferien) nicht.

Für die Unterrichtssituation von vulnerablen Lehrkräften, die sich nicht impfen lassen können/dürfen, wird derzeit ein Brief vom obersten Juristen im Bildungsministerium vorbereitet. Nähere Informationen gibt es dazu noch nicht. Die Gesundheitsexperten empfehlen für diese Personengruppe derzeit FFP-Masken mit Ventil, bei höheren Inzidenzen jedoch wird die Solidarität des Umfeldes notwendig sein. Langfristig ist jedoch, wie für gegen jede andere Krankheitsgefahr, ein individueller Schutz notwendig.

Aus Sicht des vlbs ist das Ende der Maskenpflicht noch zu früh. Während die Maske auf dem Schulhof bei den derzeitigen Inzidenzzahlen nicht mehr notwendig ist, sollte nach Auffassung des vlbs in Innenräumen diese weiterhin bis zu den Sommerferien Pflicht bleiben. Es wurde durch Vorsicht in der letzten Zeit viel für den Gesundheitsschutz erreicht. Jetzt sollte sich nicht durch eine Unbedachtsamkeit die Delta-Variante des Corona-Virus mit ihren schweren Krankheitsverläufen auch bei Jüngeren ausbreiten können. Hintergrund ist der noch fehlende Impfschutz der Schülerinnen und Schüler, aber auch die noch nicht vollständige Impfung der Lehrkräfte. Da das Bildungsministerium diese Meinung nicht mitträgt, muss auf die Freiwilligkeit dieser Hygienemaßnahme gesetzt werden. Die Pressemitteilung des vlbs zum Ende der Maskenpflicht kann im Downloadbereich unter „Ende der Maskenpflicht noch zu früh“ nachgelesen werden.

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