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Schülerselbsttests in den Schulen (26.03.2021)

(Harry Wunschel) Noch nie war die psychische Belastung so hoch und die Zusatzarbeiten der Lehrkräfte so groß wie seit März 2020, weshalb der vlbs Ihnen von ganzem Herzen erholsame Osterferien wünscht!

Die Nerven liegen blank, die Angst vor einer Corona-Ansteckung ist groß, der Gesundheitsschutz für BBS-Lehrkräfte ist immer noch unzureichend, kurzfristige Entscheidungen zu Vorgaben für den Unterricht sind immer noch an der Tagesordnung. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen können dieser Belastung nicht mehr standhalten und werden krank, die Krankenstände steigen.

Doch Sie können sicher sein: Die Personalräte des vlbs vor Ort und in den Stufenvertretungen kämpfen weiter für Sie, um mindestens die größten Probleme aus dem Weg zu räumen!

Ich möchte mich vielmals für die vielen Rückmeldungen zu den Selbsttests an Schulen bzw. zuhause bedanken. Die deutliche Mehrheit hat sich für Selbsttests an der Schule ausgesprochen, aber auch die Nachteile einer solchen Vorgehensweise aufgezeigt. Wichtiger ist natürlich eine schnellere Impfmöglichkeit, aber auch der Einsatz von medizinischem Fachpersonal bei der Testung ist meist die bessere Variante.

Derzeit führt das Bildungsministerium Gespräche mit dem Verband der Apotheker, um weiteres Fachpersonal für Testungen an den Schulen zu gewinnen. Es wird jedoch im Bildungsministerium darauf hingewiesen, dass der Einsatz von medizinischem Fachpersonal in den Kommunen geklärt werden muss und man nur Unterstützung von Seiten des Landes leisten kann. Man sollte sich jedoch nicht scheuen, die Kommunen von den Schulen aus darauf anzusprechen.

Die Schülerselbsttests werden in oder direkt nach den Osterferien geliefert und sollen spätestens ab dem 12. April (15. Kalenderwoche) an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden. Von den Schülerinnen und Schülern wird vor dem Test eine Einverständniserklärung verlangt, die heruntergeladen (https://corona.rlp.de/de/selbsttests-anschulen/) werden kann und möglichst frühzeitig von den Klassenlehrern ausgegeben werden sollte. Informationen für die Eltern werden noch eingestellt, die Datenschutzerklärung ist bereits herunterladbar. Die Testungen sind (leider) freiwillig, nur in Sachsen ist bisher eine Testpflicht durchgesetzt worden. Zur Testung dürfen die Schnelltests nicht nach Hause mitgegeben werden (es scheinen hier rechtliche Hindernisse wegen der Aufteilung von Groß- in Kleinpackungen zu geben). Bei neuen Bestellungen des Landes sollen auch Schnelltests für die Testung zuhause geliefert werden. Wegen der derzeit zur Verfügung stehenden Zahl von Schnelltests soll grundsätzlich erst nur einmal in der Woche getestet werden, es gibt aber keine Vorgaben zu den Testtagen. Die Lehrkräfte dürfen die Selbsttests ebenso nutzen.

Wie könnte das Testen ablaufen?
Das Vorgehen bei der Testung ist auf einem Beipackzettel beschrieben. Gleichzeitig sollen demnächst (!) eine Handreichung und Anleitungsvideos verfügbar sein. Die Lehrkraft soll bei der Testung im Klassenraum sein und den Test pädagogisch begleiten. Zur Testung wird ein Teststäbchen ca. 2 cm tief in jedes Nasenloch eingeführt, an der Naseninnenseite hin- und herbewegt (vier Mal drehen) und dann in eine Testflüssigkeit getaucht. Nach ca. 15 bis 20 Minuten wird das Ergebnis des Tests selbst abgelesen, ein Strich bedeutet eine negative, zwei Striche ein positive Corona-Testung. Die bisherigen Erfahrungen bei den seit Wochen durchgeführten Schnelltests an der BBS TGHS Bad Kreuznach zeigen, dass spätestens ab der zweiten Testung nur sehr wenig Unterrichtszeit benötigt wird. Die gebrauchten Tests sollen spätestens nach der Unterrichtsstunde zur Entsorgung über den Restmüll eingesammelt werden.

Was passiert bei einem „positiven“ Testergebnis des Schülers/der Schülerin?
Es sollte vor der Testung den Schülern deutlich gemacht werden, dass ein positives Ergebnis keine Stigmatisierung bedeutet und jedem widerfahren kann. Bei einem positiven Testergebnis wird die Schülerin bzw. der Schüler umgehend in einem gesonderten Raum in der Schule isoliert. Die Schülerin oder der Schüler wird aufgefordert, sich sofort zur nächsten Teststation zu begeben, Termine sollen am selben Tag garantiert sein. Bei minderjährigen Schülern müssen die Eltern den Jugendlichen abholen. Es wird leider erst jetzt vom Bildungsministerium versucht, dass dieser zweite Test (PoC-Test) auch direkt in der Schule durch mobile Teams mit medizinischen Fachkräften vorgenommen werden kann. Nach einem weiteren positiven Testergebnis wird die Schulleitung informiert, und es entscheidet das Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen.

Welche Auswirkungen hat ein „positives“ Testergebnis für die Mitschüler(innen) bzw. Lehrkräfte?
Erst einmal keine. Selbsttests zeigen leider häufiger ein falsch positives Ergebnis an. Diese Wahrscheinlichkeit wird von diesem Hersteller mit 1-2 Prozent (unter definierten Untersuchungsbedingungen) angegeben. Deshalb greift die aktuell gültige Absonderungsverordnung erst nach den anschließenden Testungen. Während der Zeit der Unklarheit können die Schulen täglich Schnelltests bei den anderen Schülerinnen und Schülern der Klasse bzw. den Lehrkräften sicherstellen.

Bei positivem PCR-Test des Schülers/der Schülerin mit Feststellung des Mutanten-Virus wird die gesamte Klasse und alle Lehrkräfte, die in der Klasse unterrichtet haben, für 14 Tage in Quarantäne geschickt ohne die Möglichkeit einer „Freitestung“. Derzeit werden in einigen Kreisen Lehrkräfte, die eine FFP2-Maske getragen haben, nicht in Quarantäne geschickt. In anderen Kreisen werden auch diese Lehrkräfte als Kontaktpersonen 1 eingeordnet und damit umgehend in Quarantäne geschickt, das zum Thema einheitliches Vorgehen. Wenn mehr über den Mutanten bekannt ist, können neue Regelungen nach den Osterferien möglich sein.

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